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Wie kann Achtsamkeit und Meditation in dieser Zeit helfen?

 

 

Mit der Veränderung unseres Körpers, werden wir uns auch der Vergänglichkeit des Lebens bewusst. Diese tiefe Einsicht kann uns helfen, unser Leben von einer anderen Warte aus zu betrachten – jenseits von dem, was wir denken zu sein und was wir glauben, da „draußen“ zu sehen.

 

In der Meditation suchen wir nach einer anderen Wirklichkeit – nach der, die uns bewusstmacht, was und wer wir wirklich sind. Das Älterwerden ermutigt uns „hinter die Kulissen“ zu schauen. Wir können uns unseres Selbst bewusst werden, unseren Körper und innere Prozesse wahrnehmen und hinschauen. Meditation trainiert nachweislich unsere Aufmerksamkeit und Konzentration. Sie kann  helfen, ein waches, klares Bewusstsein über das zu erhalten, was wir durch innerliche Zustände im Außen erleben.  Wir werden uns bewusst, dass alles vergänglich ist. Und wir können dieses Wissen um die Vergänglichkeit dazu nutzen, einen Veränderungsprozess einzuleiten, durch den wir uns weiter entwickeln können.

 

Durch Meditation schaffen wir eine Möglichkeit, mit dem, was wir zurzeit erleben, so umzugehen, dass wir frei werden von gewohnten Sichtweisen, die uns am Weitergehen hindern. Und durch das Meditieren entwickeln wir unsere Fähigkeit für Mitgefühl und Weisheit. Dadurch können wir anderen Menschen besser helfen und werden zu einer Bereicherung unseres Umfeldes.

 

Um sich nicht von seinen Gefühlen fortragen zu lassen, hilft Achtsamkeit. Man braucht eine Achtsamkeit, die auf das gerichtet ist, was gerade in uns vorgeht; bei allem was wir tun. Dann wird man nicht mitgerissen, wenn etwas passiert. Nur so können wir unser volles Potential entfalten.  

 

Ein wesentlicher Punkt ist, wie man Achtsamkeit und Meditation in seine tägliche Routine bringt. Die meisten von uns haben ständig viel zu tun. Unser Leben heutzutage ist ziemlich hektisch. Aber auch wenn der Körper mit vielen Aktivitäten beschäftigt ist, kann der Geist gleichzeitig in einem friedlichen Zustand sein. Man kann bei allem, was man tut, zugleich achtsam sein.

 

Wenn es uns auch nur ab und an gelingt, Achtsamkeit mit einer Haltung zu verbinden, die nicht wertet und nicht urteilt, kann das insofern hilfreich für uns sein, dass wir Dinge und Erlebnisse mit mehr Gelassenheit wahrnehmen können.